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Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte

ISSN: 0178-7896

Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte

Wie im Jahre 1902 zwei Eskimo-Schädel nach Berlin kamen. Die Alaska-Reisen der Künstlerin Augusta Enders-Schichanowsky

Peter Bolz

Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte 45 (2024)
https://doi.org/10.30819/mbgaeu.45.3     pp: 15-34     2025-09-16

Stichworte/keywords: Alaska, Augusta Enders-Schichanowsky, Provenienzgeschichte

Cite: APA    BibTeX

Bolz, P. (2024). Wie im Jahre 1902 zwei Eskimo-Schädel nach Berlin kamen. Die Alaska-Reisen der Künstlerin Augusta Enders-Schichanowsky. Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, 45 , 15-34. doi:10.30819/mbgaeu.45.3
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Abstract
Der Beitrag untersucht die bislang kaum beachteten Alaska-Reisen der Malerin Augusta Enders-Schichanowsky (1865–1936) und die Umstände, unter denen sie 1902 zwei „Eskimo-Schädel“ aus dem Dorf Cheenik an der Golovin Bay nach Berlin brachte. Im Zentrum steht die Provenienzgeschichte dieser menschlichen Überreste, die heute noch in der Sammlung der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU) vorhanden sind. Ausgehend von Enders-Schichanowskys autobiographischem Reisebericht Im Wunderland Alaska (1926) zeichnet Peter Bolz ein Bild ihrer ungewöhnlichen Biografie, ihres künstlerischen Selbstverständnisses sowie ihrer Sammelpraxis. Der Beitrag verknüpft biographische Details mit kultur- und wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhängen – etwa der „Schädelmanie“ des 19. Jahrhunderts und den Sammelpraktiken von Humboldt, Blumenbach, Virchow und Jacobsen – und diskutiert die Rolle von Enders-Schichanowsky zwischen künstlerischer Tätigkeit, emanzipatorischem Anspruch und wissenschaftlicher Außenseiterin. Schließlich wird die Frage aufgeworfen, welchen wissenschaftlichen Wert die heute über 120 Jahre alten Schädel noch besitzen und wie ihre Einordnung in die aktuelle Provenienzforschung und Restitutionsdebatte erfolgen kann.
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