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Archiv Natur- und Landeskunde Mecklenburg-Vorpommern

e-ISSN: 2941-1467 (open access)
p-ISSN: 2567-6725 (bis 2022)

Schriftleitung: Dr. Thomas Hübener, Universität Rostock, Institut für Biowissenschaften
Archiv Natur- und Landeskunde Mecklenburg-Vorpommern

Faunistisch bemerkenswerte und für Mecklenburg-Vorpommern neue Arten der Kurzflügelkäfer (Coleoptera: Staphylinidae) – Teil 10

Andreas Kleeberg

Archiv Natur- und Landeskunde Mecklenburg-Vorpommern 61 (2025)
https://doi.org/10.30819/anlk.61.01     pp: 3-35     2025-12-01
Faunistisch bemerkenswerte und für Mecklenburg-Vorpommern neue Arten der Kurzflügelkäfer (Coleoptera: Staphylinidae) – Teil 10

heathland, wetland, islands, sandy beaches, winter activity Cite: APA    BibTeX

Kleeberg, A. (2025). Faunistisch bemerkenswerte und für Mecklenburg-Vorpommern neue Arten der Kurzflügelkäfer (Coleoptera: Staphylinidae) – Teil 10. Archiv Natur- und Landeskunde Mecklenburg-Vorpommern, 61 , 3-35. doi:10.30819/anlk.61.01
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Abstract
Nachweise von 135 Arten der Kurzflügelkäfer in Mecklenburg-Vorpommern (MV) zwischen 2004 und 2025 werden dokumentiert, einige wenige korrigiert. Insbesondere winteraktive Arten gelten vielfach als selten, denen deshalb besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Neu für die Fauna von MV sind Anthobium fusculum (Erichson, 1839), Atheta subglabra (Sharp, 1869) und A. subsinuata (Erichson, 1839). Das winterliche Auftreten von Anthobium fusculum und Acidota cruentata Mannerheim, 1830 wird illustriert. Für Tachyusida gracilis (Erichson, 1837) wird der erst zweite Fund für MV, wieder aus dem Nordosten des Landes, gemeldet. Auch für Zoosetha incisa Assing, 1998 wird der erst zweite Nach- weis dokumentiert. Die Vorkommen von Tychus normandi Jeannel, 1950 am Riedensee (Kühlungsborn) und auf der Insel Kieler Ort (Wustrow) sowie von T. monilicornis Reitter, 1880 am Riedensee unter- streichen die Notwendigkeit des Schutzes küstennaher Feuchtgebiete und damit nicht nur der beiden, bundesweit vom Aussterben bedrohten Tychus-Arten. Die Nachweise faunistisch bemerkenswerter, zugleich seltener Arten belegen, dass insbesondere nährstoffarme sandige Pionierstandorte (Truppen- übungsplätze, Kiestagebaue, Gewässerufer) zur regionalen Artendiversität beitragen, da sie zahlreiche Spezialisten beherbergen. Auch die kleineren Ostseeinseln mit einem Schutzstatus bzw. mit geringer oder ohne touristische Nutzung sind wertvolle Refugien für eine große Zahl seltener und gefährdeter Ufer- und Salz-Arten.