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Auslieferung im Auftrag der Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e.V.:

Naturwerksteine in Architektur und Baugeschichte von Berlin. Gesteinskundliche Stadtbummel zwischen Alexanderplatz und Grossem Stern, Reihe: Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg (6), Bd.

Johannes H. Schroeder, Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e.V. (Hrsg.)

ISBN 978-3-928651-12-7
276 Seiten, Erscheinungsjahr: 2006
Preis: 12.50 €
Mit diesem Führer wird der Leser/Nutzer nicht wie von Geowissenschaftlern erwartet in die Landschaft, in Kiesgruben oder Steinbrüche geführt, sondern mitten in die Stadt, zu den Fassaden von Bauwerken aller Art mit ihrem Bauschmuck, zu Böden innerhalb und außerhalb von Gebäuden, in die Gebäude zu Wänden und Säulen, zu Pflaster auf Straßen und Gehwege, zu Brunnen, Brücken und Denkmälern, insbesondere deren Sockeln. Mitten in Berlin kann man anhand von 233 Geteine im Alter von 2.687.7 Millionen bis zu 5.000 Jahren die Erdgeschichte und das ganze Spektrum von Gesteinstypen vom Granit über den Kalkstein bis zum Schiefer erkunden. Zunächst wird ein Überblick über den Untergrund Berlins gegeben: Man fährt gewissermaßen im Fahrstuhl durch etwa 300 Millionen Jahre Erdgeschichte und über 5.000 m Gesteins-Schichten, wobei insbesondere das Nutzungspotenzial der durchfahrenen Gesteine angesprochen wird. Sodann gibt eine elementare Einführung in die Gesteinskunde Informationen über Bildungsweise, Merkmale und Eigenschaften der verschiedenen Gesteine, wobei bereits hier in Berlin verwendete Gesteine als Beispiele herangezogen werden. Es folgen Hinweise zu der Arbeit an Gesteinen von Erkundung bis zu Gewinnung und Verarbeitung, an der viele Fachgebiete beteiligt sind, und zu der Ver- und Bearbeitung der Gesteinsoberfläche. Der allgemeine Teil schließt mit historischen Übersichten der Entwicklung des Gebrauches von Steinen in Berlin, des Abbaus einiger in Berlin verwendeter Steinsorten und des Baus und der Architekten der im Folgenden betrachteten Gebäude. Dann geht es auf die Wanderschaft: Anhand von vier Faltkarten wird von Osten (Bhf. Alexanderplatz) nach Westen (Siegessäule) geführt. Wo nur Steine an Fassaden oder Sockeln zu betrachten sind, ist das gleich in den Karten angegeben. Größere Ensembles wie Nikolaiviertel, Museumsinsel und Pariser Platz sind kollektiv behandelt. 19 Gebäude, an und in denen mehrere oder viele Naturwerksteine verwendet wurden, etwa das Roten Rathaus (21 Steinsorten), Berliner Dom (41), Staatsoper (26) oder Haus der Kulturen der Welt (11) sind im Detail vorgestellt, mit zahlreichen Farbfotos, mit Grund- und Aufrissen, die die Verteilung der Steinsorten zeigen; baugeschichtliche Steckbriefe, z.T. zusätzlich Architektensteckbriefe stellen die Nutzung der Naturwerksteine in den Rahmen von Architektur und Baugeschichte. Hinzu kommen Denkmäler oder Denkmals-Komplexe, Brücken und Brunnen, Ensembles von Kunstwerken (Skulpturenwiese) oder von Steinen (Global Stone Projekt). Die Fülle des Gebotenen ist sicher nicht in einem Spaziergang zu bewältigen, aber sie soll anregen, in den verschiedenen Bereichen der Bezirke Mitte und Tiergarten genauer hinzuschauen - und nicht nur dort. Ausführliche Tabellen stellen die angetroffenen Steinsorten systematisch nach Typen geordnet mit Handelsnamen, Herkunft, Alter, Petrographie und je einem Beispiel aus dem Exkursionsbereich vor. Allgemeine Literaturangaben sind in einem Verzeichnis gesammelt, spezielle bei den entsprechenden Objekten aufgeführt. Die Erläuterung von Fachausdrücken - auch wenn sie möglichst sparsam verwendet wurden - ist wichtig, weil der Führer den für interessierten Laien verständlich sein soll, aber auch für die Vertreter verschiedener mit dem Stein befasster Fachgebiete, von denen jeder in den anderen beteiligen Gebieten ja auch interessierter Laie ist. Der in diesem Band gebotene Informationsstand ist den jeweiligen Kenntnissen und unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Autoren zu verdanken; sie sind z.T. wissenschaftlich in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sowie der Technischen Universität Berlin tätig, z.T. freiberuflich in den Bereichen Natursteinberatung/-begutachtung und Restaurierung. Ganz wesentlich haben viele Weitere beigetragen: Die Nutzer/Eigner der Gebäude, die diese bereitwillig geöffnet haben, die für die einzelnen Bauten oder Denkmäler Verantwortlichen wie auch die an Planung, Bau und/oder Wiederherstellung beteiligten Firmen und Fachleute mit vielfältigen Mitteilungen und Hinweisen. Häufig wurden noch Zeitzeugen gefunden, die den Mangel an recherchierbaren Unterlagen bei manchen Objekten wettmachen konnten.


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