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Die Rolle sensorischer Reafferenzen bei der zeitlichen Steuerung von Handlungen

Knut Drewing

ISBN 978-3-89722-768-2
249 pages, year of publication: 2001
price: 40.50 €
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Rolle sensorischer Reafferenzen bei der zeitlichen Steuerung von Handlungen im Rahmen einer Gegenüberstellung zweier Erklärungsansätze für einen Effekt, der in Experimenten zu bimanuellen Handlungen gefunden wurde: Wenn Versuchspersonen eine Sequenz von zeitlich äquidistanten Tastendrücken mit zwei Händen synchron produzieren, dann sind die Intervalle zwischen den Tastendrücken jeder Hand weniger variabel als bei einhändiger Produktion. Ein bestehender Erklärungsansatz für diesen bimanuellen Vorteil basiert auf der Annahme handspezifischer Zeitgeber: Im bimanuellen Fall sollen zwei Zeitgeber parallel laufen, deren Steuerungssignale zu einem gemeinsamen Signal für beide Hände integriert werden und daher weniger variabel sind als ein einzelner Zeitgeber im unimanuellen Fall.

Eine alternative Erklärung wird in dieser Arbeit vorgestellt. In dieser Erklärung wird eine zentrale Rolle sensorischer Reafferenzen in der zeitlichen Steuerung von Handlungen postuliert (Reafferenz-Hypothese). Es wird angenommen, dass ein einzelner Zeitgeber die Bewegungen beider Hände auf der Basis der sensorischen Information über seine Resultate steuert. Der bimanuelle Vorteil wird durch die zusätzliche Information in den sensorischen Reafferenzen der zweiten Hand bei den bimanuellen Handlungen erklärt.

Keywords:
  • Timing
  • Sensorische Handlungseffekte
  • Continuation-Tapping
  • Psychomotorik
  • Bimanuelle Koordination

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