
Fürst Pücklers Briefe aus und nach Frankreich
Andrea Micke-Serin
ISBN 978-3-8325-5878-9
383 Seiten, Erscheinungsjahr: 2025
Preis: 39.00 €
Fürst Pücklers Briefe aus und nach Frankreich
Pücklers Beziehung zu Frankreich ist inzwischen zu einem entscheidenden Aspekt der Pücklerforschung geworden: Der internationale Erfolg des Fürsten beruhte zwar besonders auf seinen "Briefen eines Verstorbenen" (1830-31), einem Reisebericht über England, Wales, Irland und Schottland, hingezogen fühlte er sich aber besonders zu Frankreich, das er häufig bereiste. Er beherrschte die französische Sprache auf hohem Niveau, kannte sich gut aus in der französischen Literatur, Kultur und Geschichte und hatte zahlreiche Kontakte nach Frankreich. Bekanntlich war Fürst Pückler auch ein eifriger Briefschreiber: Über 80.000 Blatt sind archiviert.
Die vorliegende Studie hat Pücklers französische, größtenteils bisher unveröffentlichte Briefwechsel zum Gegenstand. Dabei stehen besonders zwei große Themenbereiche im Mittelpunkt: Pücklers Briefwechsel, die sich auf seine Orientreise (1834-1840) beziehen und die, die er zum französischen Hof unter NapoleonİII. und zum preußischen Hof mit Augusta, der preußischen Königin und späteren ersten deutschen Kaiserin in den 1850er Jahren unterhielt. Auf der theoretischen Basis der Netzwerkanalyse und des Ansatzes des Kulturtransfers wird deutlich, dass Fürst Pückler in bestehenden oder selbst aufgebauten Netzwerken eine wichtige Rolle einnahm und so exklusives Wissen in die Heimat vermitteln konnte. Nicht zuletzt liefert er damit auch ein Beispiel für Adlige, die im 'bürgerlichen' 19. Jahrhundert neue Wege fanden, um weiterhin gesellschaftlich anerkannt zu bleiben.








