
Bayerisch-tschechische Beziehungen: Kultur – Sprache – Gesellschaft
Bavorsko-české vztahy: kultura – jazyk – společnost
Boris Blahak
ISBN 978-3-8325-5336-4
254 Seiten, Erscheinungsjahr: 2021
Preis: 44.00 €
Rezensionen: "Zusammenfassend lässt sich der vorliegende Sammelband als gelungener, wissenschaftlich fundierter und lesenswerter Beitrag zum weiteren Ausbau einer interdisziplinären, interregionalen Germanistik im Allgemeinen und zur Vervollständigung des Bildes der vielfältigen Kulturkontakte zwischen Bayern und Böhmen im Speziellen beurteilen." Věra Janíková, Brno, In: Brünner Hefte zu Deutsch als Fremdsprache, 14(2021), Heft 1/2, S. 84-85 "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser interdisziplinär und grenzüberschreitend konzipierte Sammelband dem Leser einen anschaulichen Einblick in die jahrhundertelange Koexistenz von Bayern und Tschechen ermöglicht und einen Eindruck von der Vielfalt der Facetten sprachlicher, kultureller und politischer Beziehungen zwischen beiden Ländern darstellt. Das Buch ist zweifellos nicht nur für Sprachwissenschaftler von Interesse, sondern auch für Historiker, Literatur- sowie Kulturwissenschaftler." Marija Alekseevna Jelizarjeva, In: Germanoslavica, 34(2023), Heft 1, S. 113 ff
"Neben seinem konkreten Anlass bringt das Buch v. a. einige überraschende, bisher unerforschte Seiten der betrachteten Nachbarschaft zur Sprache [...]. In Summe bewirkt die vorgelegte Zusammenstellung interessante Synergieeffekte, welche die kulturellen Verflechtungen der Interregion Bayern/Böhmen zum Teil in neuem Licht erscheinen lassen. [...] Letztlich bietet der facettenreiche interdisziplinäre Sammelband jedem an den bayerisch-böhmischen und darüber hinaus an deutsch-tschechischen Beziehungen Interessierten neue Einblicke in die gewachsene Vernetzung der heutigen Interregion Bayern/Böhmen." Astrid Winter, TU Dresden, In: Zeitschrift für Slavistik, 69(2004), Heft 1, S. 207-209
Inhalt: Die Interregion Bayern/Böhmen, der Raum zwischen Nürnberg und Prag, ist durch eine nahezu 1500jährige Nachbarschaft von Deutschen und Tschechen geprägt, die über – mehr oder weniger durchlässige – politische, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg zu vielfältigen Wechselwirkungen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen geführt hat. Anlässlich bildungspolitischer Innovationen in der tschechischen Germanistik, die Bayern zum Gegenstand interdisziplinärer Lehr- und Forschungskonzepte machen, vereint der vorliegende Band Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Regensburg und Pilsen, die Schlaglichter auf aktuelle Forschungsfelder der germanistischen und bohemistischen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft sowie der Geschichts-, Bildungs- und Politikwissenschaft mit Bayern/Böhmen-Bezug werfen.
Slawische Interferenzen in der Toponymie Nordbayerns, bairisches Lehngut in den südböhmischen Varietäten des Tschechischen, Spuren der böhmischen Nachbarschaft in der Phraseologie der bairischen Mundarten, Sprachvarietäten und -einstellungen der ehemaligen deutschen Minderheit Pilsens, deutsch-tschechische Mehrsprachigkeit im religiösen Schrifttum der Grenzregion, das wandelbare Bild der Tschechen in der ostbayerischen Festspielkultur, literarische Grenzgänger sowie Nachhaltigkeit als Prinzip einer bayerischen Wirtschaftspolitik mit interregionaler Vorbildfunktion – dies sind die Themen, die einen exemplarischen Querschnitt aktueller interdisziplinärer Forschungsperspektiven auf die bayerisch-tschechischen Beziehungen bilden.








