
Einsteins Marmor. Eine Studie über Kosmologie und Design
Holger van den Boom
ISBN 978-3-8325-5284-8
420 Seiten, Erscheinungsjahr: 2021
Preis: 54.00 €
Einsteins Marmor. Eine Studie über Kosmologie und Design
Rezension: "'Einsteins Marmor' liest sich als Vorschlag, die Logik des Designs kosmologisch zu begreifen und die Semantik des Designs im Licht kosmologischer Semantik zu fördern. Das „kosmologische Denken der Physik“ und das heutige „Allzweck Denken“ des Designs könnten sich dabei auf tieferer Ebene als verwandt erweisen, denn beide Sparten, so van den Boom, arbeiten vorwiegend im „Bleisitft- und-Papier-Labor und entwerfen Modelle und Konstruktionen, über die wir uns die Welt erschließen“. Im Buch geht es dabei weniger um die „Anwendungen“ der Physik, als vielmehr um die Erschließung und Nutzung ihrer Semantik in der Semantik des Designs. Die Studie über die Kosmologie und Design ist somit eine Abhandlung über die Architektur der Relativität, die Un-/Moral der Dinge und über Design als Substitut der Sinne, in dem es um nichts weniger geht als um eine Zukunftsvision für ein anderes (Design-) Denken." Tom Bieling, In: https://www.designforschung.org/2022/01/01/kosmologie-und-design; Datum des Zugriffs 13.1.2022
Inhalt: Das Buch beinhaltet einen neuartigen Beitrag zur Designwissenschaft, im konkreten interdisziplinären Austausch zwischen Philosophie, Soziologie, Informatik und Physik. Es stellt dem heute verbreiteten "rhetorischen" Design gesellschaftlicher Vorformatierungen ein Design "konzeptueller Überschüsse" gegenüber. Das Vorbild dafür liefert die physikalische Kosmologie. Deren Basis ist Symmetrie, von Einstein metaphorisch als "Marmor" bezeichnet. Fundamentale Symmetrien diktieren die Architektur des Großen Entwurfs, verkörpert in den Naturgesetzen. Letztere bedeuten Invarianz unter Symmetrieoperationen. Solche Invarianz macht die Physik unabhängig vom Beobachter-Subjekt, eine Eigenschaft, die auf das gesellschaftliche Framing im Design übertragen die Kommensurabilität der Vorformatierungen entscheidend verbessern könnte, zu unser Aller Vorteil.








