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Vorgeformte Strukturen als Formulierungsressource beim Sprechen über Angst und Anfälle

Heike Knerich

ISBN 978-3-8325-3546-9
250 Seiten, Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 40.50 €
PatientInnen stehen immer wieder vor der Aufgabe, in Gesprächen einem Arzt oder einer Ärztin über ihre Anfallserkrankung und über damit zusammenhängende Ängste Auskunft zu geben. Auf welche sprachlichen und interaktiven Ressourcen greifen sie zurück, um diese höchst subjektiven Erfahrungen darzustellen? Eine Formulierungsressource der PatientInnen sind vorgeformte Strukturen wie Redewendungen, Gemeinplätze oder Listenkonstruktionen.

Anhand dyadischer Arzt-Patient-Gespräche wird in dieser Studie mit gesprächsanalytischen Methoden untersucht, wie, an welcher Stelle im Gespräch und mit welcher Funktion auf vorgeformte Strukturen zur Lösung der Formulierungsaufgabe rekurriert wird, die mit Angst und Anfällen verbundenen subjektiven Erlebnisse zu formulieren, dem Gesprächspartner zu vermitteln und mit ihm auszuhandeln.

Die Arbeit hat dabei eine doppelte Ausrichtung: Sie entwickelt das Konzept der Vorgeformtheit im Rahmen eines gesprächsanalytischen Ansatzes weiter und sie beschreibt die vorgeformten sprachlichen Ausdrücke und Strukturen im Kontext der kommunikativen Darstellung von Angst im Zusammenhang mit Anfalls- und Angsterkrankungen.

Zudem zeigt die in einem interdisziplinären Kontext stehende Studie Anknüpfungspunkte für Diagnose und Therapie von Angst- und Anfallserkrankungen auf.

Inhaltsverzeichnis (PDF)

Keywords:

  • Linguistik
  • Gesprächsforschung
  • Arzt-Patient-Gespräch
  • Phraseologie
  • Angst- und Anfallserkrankungen

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