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Sauerstoff-Heterocyclen als neue, selektive Liganden für die Cannabinoid-Rezeptoren

Beiträge zur organischen Synthese, Bd. 20

Nicole Volz

ISBN 978-3-8325-2559-0
280 pages, year of publication: 2010
price: 41.00 €
Die Entwicklung neuer Medikamente stellt seit jeher eine große Herausforderung an die Wissenschaft dar. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist hierbei die Identifizierung körpereigener Targets, an denen neue Wirkstoffe ansetzen und dadurch den Krankheitsverlauf beeinflussen können. Eine wichtige Klasse an Targets bilden die membranständigen G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs), zu denen auch die Cannabinoid-Rezeptoren gehören. Die GPCRs sind Gegenstand aktueller Forschung zur Wirkstoffentwicklung, da über diese Rezeptoren ein Eingriff in den Stoffwechsel der Zelle erfolgen kann, ohne dass das Medikament selbst in die Zelle eindringen muss.

Im Rahmen dieser Arbeit wurden neue, hoch affine und selektive Liganden für die Cannabinoid-Rezeptoren sowohl auf Coumarin- als auch auf THC-Basis entwickelt. Die Darstellung der Coumarine erfolgte hierbei über eine organokatalytische \emph {de novo}-Strategie. Ein hoch enantioselektiver Zugang zu Liganden auf THC-Basis konnte durch eine organokatalytische Diels-Alder-Reaktion unter Verwendung verschiedener Imidazolidinon-Katalysatoren nach MacMillan geschaffen werden. Desweiteren wurden diese Liganden in Radioligand-Rezeptor-Bindungsstudien auf ihre Affinität zu den beiden Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass Verbindungen mit Affinitäten im niedrigen nanomolekularen Bereich für den CB1- bzw. den CB2-Rezeptor synthetisiert werden konnten. Je nach Verbindung wurde eine bis zu 100-fach höhere Selektivität zu Gunsten des CB1- bzw. des CB2-Rezeptors beobachtet.

Keywords:
  • Synthetische
  • organische Chemie
  • Cannabinoide
  • Enantioselektive Diels-Alder-Reaktion
  • Coumarine

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