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Strafrechtliche Bewertung der anonymen Kindsweggabe in die Babyklappe in Deutschland

Alexandra Thürkow

ISBN 978-3-8325-2296-4
350 Seiten, Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 39.50 €
Die anonyme Kindsweggabe in die Babyklappen als angebliches Hilfskonzept zur Verhinderung von Aussetzungen und Tötungen Neugeborener (Neonatizide) wurde in den letzten Jahren stark kritisiert und weist eine Vielzahl rechtlicher Fragen auf. Nach einer einleitenden Darstellung der aktuellen Lage und praktischer Fälle geht die Autorin den strafrechtlich relevanten Fragen nach. Anhand des Tatbestandes der Personenstandsunterdrückung (§ 169 I Satz 3 StGB) untersucht sie insbesondere, ob sich die ihr Kind anonym abgebende Mutter und die Betreiber der genutzten Babyklappe auf Rechtfertigungsgründe berufen können oder nicht.

Dabei wird die Verwaltungspraxis/die behördliche Duldung und deren Auswirkung auf die Strafbarkeit der Beteiligten thematisiert. Die Autorin stellt die erheblichen Risiken dar, die bestehen, wenn sich der Staat in diesem sensiblen Bereich von privaten Vereinen das Zepter aus der Hand nehmen lässt. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die anonyme Kindsweggabe gegen geltendes Recht verstößt. Die Praxis der anonymen Kindsweggaben mit mittlerweile mehr als 90 Babyklappen in Deutschland ist zum Wohle der Kinder und der Mütter einzustellen.

Keywords:
  • Babyklappe
  • anonym
  • Findelkind
  • Personenstand
  • Strafrecht

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