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Informationsintensive Prozesse über heterogenen Arbeitsumgebungen Assetbasiertes Modell und Systemarchitektur

Patrick Hupe

ISBN 978-3-8325-2195-0
197 Seiten, Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 38.00 €
Informationsintensive Prozesse über heterogenen Arbeitsumgebungen Assetbasiertes Modell und Systemarchitektur Patrick Hupe Zusammenfassung Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit sind kollaborative Arbeitsprozesse in Unternehmen. Diese werden seit geraumer Zeit durch Informationstechnologie unterstützt: Die Forschungsgebiete Workflow Management und Computer-Supported Collaborative Work (CSCW) definieren hierfür unternehmens- und personenzentrierte Prozessmodelle. Gegenstand dieser Arbeit ist die Untersuchung der Teilklasse der strukturierten, kollaborativen Arbeitsprozesse in Unternehmen, welche in ihrem Verlauf heterogene Arbeitsumgebungen durchlaufen.

Als heterogen werden Umgebungen bezeichnet, die sich in ihren organisatorischen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen wie bspw. der vorhandenen IT-Infrastruktur, unterscheiden. Die an den Prozessen beteiligten Akteure arbeiten in und wechseln zwischen mehreren Umgebungen; zum Erreichen der Prozessziele kollaborieren sie durch gemeinschaftliche Nutzung, Verknüpfung und Austausch vernetzter Inhalte. Die betrachtete Klasse von Arbeitsprozessen findet sich in vielen Geschäftsfeldern, insbesondere im Bereich der Wartung und Instandhaltung. Dort überspannen Arbeitsprozesse stationäre, geographisch verteilte Büroarbeitsplätze und Arbeitsumgebungen, in denen Akteure mobil sind, sowie online und offline Umgebungen.

Die Heterogenität der Arbeitsumgebungen erschwert den Akteuren den Zugang zu Inhalten und die Kollaboration in Prozessen. So verhindert oder erschwert bspw. eine fehlende oder wenig ausgebaute Netzinfrastruktur den Zugang zu verteilten Inhalten. Ein anderes Beispiel sind Arbeitsumgebungen wie industrielle Fertigungsanlagen, in denen aus Sicherheitsgründen die Nutzung bestimmter Endgeräte vorgeschrieben bzw. nicht erlaubt ist.

Die technischen Fähigkeiten und Eigenschaften der zu nutzenden Endgeräte können den Umgang der Akteure mit Inhalten beeinflussen. Akteure müssen eine systemtechnische Unterstützung erhalten, welche neben den prozessualen auch die umgebungsbestimmten Rahmenbedingungen berücksichtigt. Letztere werden in klassischen Workflow-Management Ansätzen zu wenig berücksichtigt. Als Konsequenz werden Akteure bei der Durchführung von Prozessen behindert: Sie können Inhalte in Prozessen nicht oder nur unter suboptimalem Zeit- bzw. Kostenaufwand nutzen; Vorgaben der technischen Realisierung beschränken die Akteure in ihrer Form der Arbeitsweise und in der Nutzung der technischen Infrastruktur.

Ziel dieser Arbeit ist es, Akteure bei ihrer Partizipation an Arbeitsprozessen so zu unterstützen, dass sie ihre Aufgaben ohne Brüche im Prozess und ohne Barrieren zu Inhalten erledigen können. Als Lösungsansatz wird ein Prozessmodell vorgestellt, welches durch so genannte Modi erstens den Handlungsraum der Akteure und zweitens deren Zugang zu Inhalten beschreibt. Modi spannen Dimensionen nicht-funktionaler Anforderungen an Arbeitsprozesse auf. Sie charakterisieren zum einen Arbeitsinhalte hinsichtlich der Art ihrer im Prozess intendierten Verwendung und kennzeichnen zum anderen die Arbeitsumgebungen, in denen Akteure agieren. Die Beschreibung von Prozessen durch Modi ermöglicht es, Aufwände, welche bei Wechseln zwischen heterogenen Arbeitsumgebungen entstehen, auf die technische Systemebene zu verlagern. Hierdurch werden Aufwände für Akteure transparent und es verschwinden entsprechende Brüche und Barrieren. Das entwickelte Prozessmodell erweitert bestehende Konzepte des Workflow-Managements und setzt auf dem Assetmodell von Schmidt und Sehring [ScSe03] zur einheitlichen Beschreibung von Prozessen, Akteuren, Inhalten und Modi auf der Metamodellebene auf.

Damit ermöglicht es eine uniforme Modellierung, Implementierung und Ausführung von Arbeitsprozessen über heterogenen Umgebungen. Es wird weiterhin eine Methodik beschrieben, mit der Prozessmodellierer und Akteure auf Basis des eingeführten Prozessmodells partizipativ Arbeitsprozesse konzipieren, entwerfen, realisieren, evaluieren und iterativ verbessern können. Zuletzt wird eine Systemarchitektur für Prozessportalsysteme definiert, welche das Prozessmodell für mehrere Systeminfrastrukturen implementieren und den Akteuren einen portalbasierten Zugang zu Prozessen und Inhalten anbieten. Das Modell, die Methodik und die Architektur werden im Rahmen einer Fallstudie evaluiert.

Keywords:
  • Prozessmodell
  • Prozessmigration
  • Arbeitsumgebung
  • Heterogen
  • Assetmodell

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