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Studie über Blutdruck- und Herzfrequenzverhalten unter wechselnder Fluglärmexposition

Yasar Aydin

ISBN 978-3-8325-1088-6
163 Seiten, Erscheinungsjahr: 2006
Preis: 40.50 €
Herz-Kreislauferkrankungen stellen die häufigste Todesursache von Bewohnern der industrialisierten Länder dar. In einer Reihe von Studien wurde ein Zusammenhang zwischen Lärmbelastung und Herz-Kreislauferkrankungen beschrieben.

Bei der Längsschnittstudie (Panelstudie) über 12 Wochen wurden zwei Gruppen mit je nach Wetterlage stark wechselnder Fluglärmbelastung gebildet. Die Westgruppe mit 31 Teilnehmern (5015 Jahre, BMI 254) wohnte in Gebieten mit einer nächtlichen Fluglärmbelastung von 50 dB(A) bei Westwind und unter 40 dB(A) bei Ostwind (6 Monate, gemittelt). Die Ostgruppe mit 22 Teilnehmern (5215 Jahre, BMI 255) hatte eine Fluglärmbelastung um die 40 dB(A) bei Westwind und über 50 dB(A) bei Ostwind. Zwischen der Westgruppe mit Fluglärmbelastung bei Westwind in 75% der Zeit und der Ostgruppe mit Fluglärmbelastung bei Ostwind in 25% der Zeit ergaben sich deutliche und statistisch hoch signifikante Differenzen der systolischen und diastolischen Blutdruckwerte. In der Westgruppe lag der systolische Blutdruck im Durchschnitt von 12 Wochen um 8 mm Hg und der diastolische um 5 mm Hg höher als in der Ostgruppe. Der Verlauf der Werte über die Messperiode zeigte innerhalb der Gruppen eine Abhängigkeit der Werte von der jeweiligen Flugrichtung.

Als ein Methodenvergleich erfolgten Langzeitblutdruckmessungen. Es wurde eine Gruppe mit nächtlicher Belastung von <40 dB(A) bestehend aus 18 Jugendlichen (181 Jahre, BMI 212) einer Gruppe mit nächtlicher Belastung von >40 dB(A), bestehend aus 51 Jugendlichen (181 Jahre, BMI 203) gegenüber gestellt. Obwohl die subjektive Belästigung zwischen den Gruppen deutlich verschieden war, fanden sich hinsichtlich der Mittelwerte des Blutdrucks und der Herzfrequenz keine Unterschiede. Es wird gefolgert, dass bei Jugendlichen die 24h-Messung wegen der in der Nacht als erheblich empfundenen Belästigung nur eingeschränkt verwertbare Resultate liefert, oder dass Jugendliche über bessere Blutdruck-Kompensationsmechanismen verfügen als Erwachsene.

Ein weiterer Methodenvergleich stellte eine retrospektive Analyse der Herzfrequenzvariabilität anhand von Langzeit-EKG-Aufzeichnungen dar. Hierbei wurden Messparameter Mitt-RR, SDNN, RMSSD herangezogen. Zwischen einer Gruppe mit nächtlichem Fluglärm von <40 dB(A) (127 Teilnehmer, 6413 Jahre, BMI 264) und einer Gruppe mit Fluglärm >40 dB(A) (84 Teilnehmer, 6213 Jahre, BMI 275) fanden sich keine Differenzen. Es wird gefolgert, dass die Herzfrequenzvariabilität für derartige Untersuchungen wahrscheinlich keinen sensitiven Parameter darstellt.

Keywords:
  • Arterielle Hypertonie
  • Fluglärm
  • Kardiovaskuläre Risikofaktoren
  • Fluglärm als exogener Stressfaktor
  • Stresshormonausscheidung unter Fluglärm

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