Martin Obaidis Dissertation beantwortet diese Frage mit einer durchgängigen, teilautomatisierten Prozesskette: Feinjustierte Sprachmodelle erkennen und kategorisieren Erklärungsbedarf in App-Reviews auf Basis eigens erstellter Goldstandard-Datensätze und einer mehrdimensionalen Taxonomie. Empirisch fundierte Leitlinien legen fest, was gute Erklärbarkeitsanforderungen und hilfreiche Erklärungen auszeichnet, und werden in LLM-gestützten Formulierungswerkzeugen operationalisiert. In Studien mit Requirements Engineers, Entwicklern und Nutzern verkürzen die Werkzeuge die Bearbeitungszeit deutlich; toolgestützt formulierte Erklärungen werden von Nutzern sogar besser bewertet als manuelle. Zwei industrielle Fallstudien zeigen, wie sich der Ansatz in reale Feedback-Workflows integrieren lässt.
Damit wird Erklärbarkeit vom abstrakten Qualitätsziel zu einem messbaren, aktiv steuerbaren Bestandteil der Softwareentwicklung — mit dem Menschen als letzter Instanz für inhaltliche Korrektheit.
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