
Beiträge zu Bildungstheorie und Bildungsforschung, Bd. 23
In der Betrachtung werden unterschiedliche Transformationsverständnisse, Erwartungen an ostdeutsche Transformationsleistungen, historische Einordnungen und Perspektiven von Zeitzeug:innen in einer systematischen Analyse miteinander verbunden. Es zeichnet sich ab, dass Sachsen in vielerlei Hinsicht einen eigenen Weg ging und die Schul- und Bildungslandschaft selbstschöpferisch gestaltete. Die Orientierung an der sozialen Marktwirtschaft oder das Ziel, Schülerinnen und Schüler auf ihre Rolle in Gesellschaft und Beruf vorzubereiten, gelten unter anderen als Leitideen, die für die schulische politische Bildung in Sachsen in den untersuchten Jahren prägend waren. Dabei lässt sich deutlich erkennen, wie wesentlich es ist, dass Lehrplaninhalte lebensweltliche Erfahrungen aufnehmen können. Das komplexe Bild des Wandels, das in diesem Buch entsteht, macht nachvollziehbar, wie politische Bildung in der Nachwendezeit gestaltet wurde und welche Spuren dieser Prozess bis heute hinterlassen hat.
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