Architektur und Skulptur. Der dorische Giebel in Griechenland von der Spätarchaik bis zur Spätklassik
Julia Preis
ISBN 978-3-8325-6109-3
327 Seiten, Erscheinungsjahr: DISS
Preis: 48.50 €
Bauskulpturen und insbesondere Giebelfiguren stellen als Originalwerke eine wichtige Quelle zur Erforschung der griechischen Kunst der Archaik und Klassik dar. Dabei sind die wechselseitigen Abhängigkeiten von Giebelskulpturen und ihrer rahmenden sowie zugleich präsentierenden Architektur bislang lediglich in Einzelaspekten erforscht. Bisher war es unklar, anhand welcher Kriterien griechische Tempel als Aufstellungsort von Giebelskulpturen bestimmt werden können. Untersucht wird daher der Einfluss rundplastischer Marmorskulpturen auf die Konstruktion der Giebel und umgekehrt der rahmenden Architektur auf die Komposition der Giebelfiguren. Im Fokus stehen technische Aspekte, die Aufschluss über Planung, Herstellung und Bauvorgang in der Giebelzone dorischer Peripteroi des griechischen Mutterlands vom Ende des 6. bis Ende des 4. Jh. v. Chr. geben. Beispielhaft wird die klassisch-griechische Giebelgruppe (ca. 440 — 420 v. Chr.), welche beim Apollo-Sosianus-Tempel in Rom gefunden wurde und wahrscheinlichin der späten Republik oder frühen Kaiserzeit von Griechenland dorthin gelangte, vorgestellt und hinsichtlich ihres Giebelcharakters untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass der Ursprung dieser Gruppe wahrscheinlich in der antiken Landschaft Attika liegt. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Herkunftsbestimmung griechischer Bauskulpturen.