Ute Templin knüpft an ihre frühere Studie zum Übergang in den Beruf an und führt ihre biographische Forschung weiter. Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte einer Frau mit Migrationshintergrund, deren Weg von der Jugendlichen zur erwachsenen Frau und Mutter, ausgehend von ihrer Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Maßnahme im Jahr 2002, nachgezeichnet wird. Ein erstes biographisch-narratives Interview wurde dazu 2010 geführt, ein weiteres 2019. Diese zeitliche Perspektive macht Entwicklungen, Kontinuitäten und Umbrüche sichtbar.
Durch diese reflexive Analyse wird deutlich, wie sich Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Mutterschaft im Zeitverlauf miteinander verschränken und wie frühe Erfahrungen sowie soziale Rahmenbedingungen langfristig wirken. Dabei rückt auch das Bildungserbe in den Fokus, also die Weitergabe von Bildungsorientierungen, Erwartungen und Möglichkeiten über Generationen hinweg.
Die Studie verbindet eine persönliche Lebensgeschichte mit theoretischen Fragen zu Bildung, sozialer Ungleichheit und biographischen Übergängen – unter anderem im Anschluss an Pierre Bourdieu. Sie zeigt, wie sich Lebensverläufe unter schwierigen Bedingungen entwickeln und welche Handlungsspielräume bestehen.
Kaufoptionen
| Versandkostenfrei innerhalb Deutschlands |