
PDF – OpenAccessDie gezielte Stabilisierung reaktiver Moleküle ist essentiell für die Isolierung neuartiger Bindungsmotive in der Molekülchemie. Das Konzept der kinetischen Stabilisierung bietet einen Ansatz, indem durch geeignete Liganden unerwünschte Folgereaktionen unterdrückt werden. Die vorliegende Dissertation untersucht in diesem Zusammenhang die Synthese und Reaktivität von zwei bestimmten Molekülklassen: Hydridkomplexe der Erdalkalimetalle sowie niedrig-koordinierte Verbindungen der Lanthanoide. In beiden Fällen wird ein sterisch anspruchsvoller Carbazolyl-Ligand für die kinetische Stabilisierung eingesetzt. Die ersten drei Kapitel behandeln die Synthese, Charakterisierung sowie Reaktivität von Carbazolyl-Verbindungen des Magnesiums, Calciums und Strontiums. Für das Strontiumhydrid sind neuartige Reaktivitäten beschrieben, die die bisherige Literatur erweitert. Weiterhin sind die Schwingungsmoden der dimeren [Mtextsubscript{2}Htextsubscript{2}]textsuperscript{2+}-Einheit (M = Ca, Sr) erstmals identifiziert. In den weiteren Kapiteln wird die erstmalige Darstellung von Koordinationsverbindungen der Lanthanoide mit dem Carbazolyl-Liganden sowie deren Folgechemie gezeigt. Zusätzlich konnten durch Abstraktion der Koliganden verschiedene kationische Molekülverbindungen isoliert werden. Diese werden in Anwesenheit eines Aromaten intermolekular koordiniert, was ein selten beschriebenes Strukturmotiv darstellt.
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