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Wissen – Medien – Archiv. Zu Adalbert Stifters Poetik des Archivs in seinen späten Texten

Chengji Jiang

ISBN 978-3-8325-6072-0
203 Seiten, Erscheinungsjahr: 2026
Preis: 40.50 €
Fünf bislang wenig beachtete späte Texte Adalbert Stifters werden in diesem Band betrachtet. Vor dem Hintergrund der Archivthematik untersucht die Studie, wie Stifters Schreiben durch Techniken des Wiederholens, Auflistens und Sammelns geprägt ist und auf diese Weise einen figuralen und artifiziellen Realismus konstruiert. Der erste Teil skizziert die Konturen des Archivbegriffs in philosophischen, kulturwissenschaftlichen und literaturwissenschaftlichen Kontexten. Die detaillierten Textanalysen im zweiten Teil arbeiten eine Poetik des Archivs heraus, die sich als Totalitätsanspruch des Wissens, als genealogische Ordnung, als Schriftstruktur, als Poetik des Plunders sowie als pathologische Autobiographie manifestiert. Mit der Abkehr von linearer Handlungsabfolge und psychologischer Innensicht entwerfen Stifters späte Texte eine Ordnungsutopie, in der angesichts der Gefährdungen der Moderne eine ideale Realität wiederhergestellt und literarisch archiviert wird.

Keywords:
  • Realismus
  • Historismus
  • Intermedialität
  • Ordnung
  • Archivtechnik

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