
PDF – OpenAccessAlexander Köll untersucht in dieser empirisch-gesundheitswissenschaftlichen Studie, welchen Beitrag salutogenetische Orientierung und Supervision nach Balint zur psychischen Gesunderhaltung von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern leisten können. Vor dem Hintergrund hoher beruflicher Belastung im Rettungsdienst nimmt der Autor unterschiedliche Faktoren wie Stress, Burnout-Risiken, Traumaexposition und weitere psychosoziale Beanspruchungen in den Blick. Im theoretischen Zentrum steht das salutogenetische Modell nach Aaron Antonovsky, insbesondere das Kohärenzgefühl, das die Dimensionen Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit beinhaltet.
Auf der Grundlage eines Mixed-Methods-Designs mit qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse werden Belastungsfaktoren, Ressourcen, Coping-Strategien, berufliche Identität, Teamdynamiken und organisationale Rahmenbedingungen untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, inwiefern Balint-Gruppen als strukturierte Form der Supervision Selbstreflexion, kollegialen Austausch und die professionelle Entwicklung unterstützen können.
Die Arbeit richtet sich an Fachpersonen aus dem Rettungsdienst, dem Gesundheitswesen und den Gesundheitswissenschaften sowie an Verantwortliche in der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Sie bietet empirisch fundierte Anregungen für die Supervision, die Gesundheitsförderung und den professionellen Umgang mit psychischen Belastungen in Gesundheits- und Hochbelastungsberufen.
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