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Die Bereitstellungsform als Stellschraube im digital gestützten Unterricht? Eine Beurteilung von BYOD und Pool aus didaktischer Perspektive, Reihe: Lernen in Naturwissenschaften - verstehen und entwickeln, Bd. 17

Fabienne Elisabeth Kremer

ISBN 978-3-8325-6031-7
293 Seiten, Erscheinungsjahr: 2026
Preis: 78.00 €
Aufbauend auf politischen Leitlinien und dem Ziel, digitale Lernmedien kompetenzfördernd im Unterricht einzusetzen, untersucht diese Dissertation den Einfluss unterschiedlicher Bereitstellungsformen auf die Lernwirksamkeit im schulischen Unterricht. Im Zentrum steht der Vergleich zwischen dem Einsatz persönlicher Geräte (BYOD) und der Nutzung eines zentral bereitgestellten Gerätepools (Pool).

Im Rahmen des Forschungsverbundprojekts smart for science wurden Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in einem quasi-experimentellen Design untersucht. Drei aufeinanderfolgende Studien beleuchten unterschiedliche Aspekte: den Aufbau fachbezogenen Wissens, das nicht-lernbezogene Verhalten sowie den Zusammenhang zwischen beiden Variablen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Wissenszuwächse in beiden Bereitstellungsbedingungen. Signifikante Unterschiede sind nicht zu identifizieren. Auch Verhaltensanalysen liefern keine Hinweise auf systematische bereitstellungsbedingte Effekte. Ein Zusammenhang zwischen dem zeitlichen Anteil nicht-lernbezogener Verhaltensmerkmale und dem Wissenszuwachs ist weiterhin nur für die Distraktion mit dem Smartphone erkennbar.

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Wahl der Bereitstellungsform keine zentrale didaktische Stellschraube darstellt. Entscheidungen über BYOD oder Pool sollten primär auf ökonomischen, sozialen, gesundheitlichen und organisatorischen Kriterien basieren.

Fabienne Elisabeth Kremer legte den Grundstein für ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Lehr-Lern-Prozessen während ihres Lehramtsstudiums in den Fächern Physik und Englisch an der Georg-August-Universität Göttingen (2009-2015). Am Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie eignete sie sich bereits im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeit ein vertieftes methodisches Wissen in der quantitativen Forschung an.

Ihre praktische Ausbildung im Referendariat an der Lehrerausbildungsstätte Chemnitz (2017-2018) bot den entscheidenden Impuls für ihr späteres Forschungsvorhaben. Hier sammelte sie fundierte Erfahrungen im Einsatz digitaler Medien und identifizierte das Spannungsfeld des Smartphones im Unterricht: einerseits als wertvolles Werkzeug für Experimente und Simulationen, andererseits als potenzielle Quelle für nicht-lernbezogene Tätigkeiten.

Diese Beobachtungen motivierten sie zu ihrer Promotion am Institut für Didaktik der Chemie der Universität Münster (2019 - 2025). In ihrer Dissertation untersuchte sie die Auswirkungen verschiedener Bereitstellungsformen digitaler Endgeräte — genauer von persönlichen (BYOD) und schuleigenen Smartphones (Pool). Durch die Kombination qualitativer und quantitativer Methoden analysierte sie differenziert, wie sich die Bereitstellungsform auf den Fachwissenszuwachs, das Distraktionsverhalten und Leerlauftätigkeiten auswirkt, um fundierte Handlungsempfehlungen für die schulische Praxis abzuleiten.

Keywords:
  • Lernen
  • Schule
  • Medien
  • Distraktion
  • Leerlauf

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