
PDF – OpenAccessResonanz ist eine zentrale Dimension gelingender Selbst-Welt-Beziehungen und grundlegend für musikalisches Erleben. Viele Musizierende kennen Momente, in denen der musikalische Prozess eine eigene Dynamik gewinnt und sich die Beziehung in und zur Musik spürbar verändert. Solche Erfahrungsmomente stehen im Zentrum der Untersuchung. Analysiert wird, wie sich eine Haltung der Mediopassivität in musikalischen Lernprozessen fördern lässt, um resonanzsensible Selbst-Welt-Beziehungen nachhaltig anzubahnen. Das Modell der Mediopassiven Musikpraxis eröffnet eine resonanztheoretisch begründete Perspektive auf musikalische Lern- und Vermittlungsprozesse, insbesondere in der Elementaren Musikpraxis. Auf Grundlage von Hartmut Rosas Resonanztheorie wird Mediopassivität als Haltung im Dazwischen von Aktivität und Passivität bestimmt: eine Disposition, die Offenheit, Responsivität und die Bereitschaft zur situativen Kontrollabgabe umfasst. Mittels einer Grounded-Theory-Studie werden zentrale Bedingungen mediopassiver Momente und deren Bedeutung für musikalische Lehr-Lern-Kontexte identifiziert. Hieraus wird ein Unterrichtsmodell abgeleitet, das die Planung und Analyse resonanzsensibler Prozesse strukturiert und psychosoziale wie ästhetische Dimensionen musikalischer Praxis als verflochtene Grundlagen gelingender Beziehungserfahrungen sichtbar macht. Schließlich wird gezeigt, wie sich solche musikalischen Lernprozesse gestalten lassen und welche Rolle eine mediopassive Haltung dabei spielt.
Kaufoptionen
| Versandkostenfrei innerhalb Deutschlands |
Wollen auch Sie Ihre Dissertation veröffentlichen?