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Förderung fachwissenschaftlicher und kommunikativer Kompetenzen von Schüler*innen durch Disaggregate Instruction im Fach Chemie. Konzeption und Durchführung einer vergleichenden Interventionsstudie zur Analyse der Wirksamkeit sprachsensibler Unterrichtsansätze in der Sekundarstufe I, Reihe: Studien zum Physik- und Chemielernen, Bd. 393

Robert Gieske

ISBN 978-3-8325-5984-7
324 Seiten, Erscheinungsjahr: 2025
Preis: 50.00 €
Förderung fachwissenschaftlicher und kommunikativer Kompetenzen von Schüler*innen durch Disaggregate Instruction im Fach Chemie. Konzeption und Durchführung einer vergleichenden Interventionsstudie zur Analyse der Wirksamkeit sprachsensibler Unterrichtsansätze in der Sekundarstufe I, Reihe: Studien zum Physik- und Chemielernen, Bd. 393
Dass Lernenden im Chemieunterricht häufig die sprachlichen Mittel fehlen, um komplexe Inhalte zu erfassen und wiederzugeben, stellt eine Herausforderung heutiger Schulbildung dar. In der vorliegenden Arbeit wird der Disaggregate-Instruction-Ansatz empirisch untersucht. Ziel des Ansatzes ist es, fachbezogene Kompetenzen von Schüler:innen dadurch zu fördern, dass Fachinhalte und Fachsprache zunächst getrennt voneinander vermittelt werden.

In einer vergleichenden Interventionsstudie wurde anhand einer exemplarisch konzipierten Unterrichtsreihe mit N = 464 Lernenden aus 20 Klassen der Sekundarstufe I untersucht, wie sich der Disaggregate-Instruction-Ansatz auf den Erwerb von fachlichen und kommunikativen Kompetenzen auswirkt. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei Schüler:innen, deren bildungssprachliche Kompetenzen verhältnismäßig niedrig sind.

Die Ergebnisse zeigen, dass Lernende durch eine entkoppelte Vermittlung von Fachinhalten und korrespondierender Fachterminologie neue Konzepte vor allem dann besser erwerben, wenn sie über geringe bildungssprachliche Kompetenzen verfügen. Damit liefert die Dissertation Impulse für eine gerechtere und lernförderliche Gestaltung von Chemieunterricht in zunehmend heterogenen Klassenzimmern. So kann es in sprachlich schwächeren Lerngruppen sinnvoll sein, bei der Einführung naturwissenschaftlicher Konzepte neue Fachtermini zunächst auszuklammern.

Robert Gieske studierte von 2013 bis 2020 die Fächer Chemie, Englisch und Deutsch als Zweitsprache für das Lehramt an Gymnasien an der Technischen Universität Dresden. Von 2020 bis 2025 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Arbeitsgruppe Didaktik der Chemie von Prof. Claus Bolte an der FU Berlin. Im Rahmen seines Promotionsprojektes forschte er zu sprachsensiblen Unterrichtsansätzen im Chemieunterricht und deren Effekten auf die fachwissenschaftlichen und kommunikativen Kompetenzen von mehrsprachigen Lernenden. Seit Februar 2025 absolviert Robert Gieske seinen Vorbereitungsdienst an einem Gymnasium in Berlin-Schöneberg.

Keywords:
  • Fachterminologie
  • Heterogenität
  • Bildungssprache
  • Adressatenorientierung
  • Bildungsgerechtigkeit

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