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Bibliotheksgeschichte als Teil der Institutsgeschichte am Beispiel der Abteilung Istanbul des Deutschen Archäologischen Instituts

Berliner Arbeiten zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Bd. 23

Gerd Wädow
ISBN 978-3-8325-1843-1
210 Seiten, Erscheinungsjahr: 2008
Preis: 35.00 EUR

Stichworte/keywords: Bibliothek , Bibliotheksgeschichte , Archäologie , Istambul , Türkei

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) begeht im Jahre 2008 sein 178-jähriges Bestehen. Als Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes ist es die international bedeutendste archäologische Einrichtung Deutschlands. Mit seiner Zentrale in Berlin und 15 Arbeitsstationen in zehn Ländern ist es an vier deutschen und elf Orten des Mittelmeerraumes und des Vorderen Orients präsent.

Die wechselvolle Geschichte der 1929 begründeten Istanbuler Abteilung des DAI hatte direkten Einfluß auf die Entwicklung der ihr zugehörigen Bibliothek. Die vorliegende Arbeit, die sich an Bibliothekswissenschaftler, Archäologen, Historiker und allgemein kulturhistorisch interessierte Leser wendet, behandelt die Entstehung und Entwicklung dieser wissenschaftlichen Bibliothek im Kontext der Geschichte des Zweiginstituts. Die Abteilungsbibliotheken des DAI bilden zusammen mit der Bibliothek der Zentrale einen Verbund. Dieser klassische Zusammenhang von Institut/Abteilung cum Forschungsbibliothek hat, obschon seit jeher vorhanden, heutzutage durch die Vernetzungsmöglichkeiten der modernen digitalen Bibliothekstechnik ein neues Niveau erreicht.

Ausgehend von den Anfängen als einer unsystematischen Sammlung von Schenkungen, Nachlässen und zurückgelassenen Handapparaten, bis hin zum heutigen digitalen Online-Verbund, hat sich die Istanbuler Bibliothek nicht nur zur bedeutendsten archäologischen Fachbibliothek der Türkei entwickelt, sondern ist auch zu einer der zehn wichtigsten Bibliotheken des Landes allgemein gewählt geworden. Wesentliche Phasen ihrer Entwicklung dokumentiert der Autor anhand von Archivalien aus der Istanbuler Abteilung. Ihre Geschichte steht mutatis mutandis nicht nur für andere zeithistorisch und typologisch vergleichbare Beispiele, sondern auch für den enormen Wandel der Bibliothekswelt im 20. Jahrhundert.

Dr. phil. Gerd Wädow, M.A., M.A. (LIS); Studium der Sinologie, Ostasiatischen Kunstgeschichte und Vergleichenden Religionswissenschaft in Bonn und Taipeh (Taiwan), sowie der Bibliotheks- und Informationswissenschaften in Berlin (HU); lebt z. Zt. in Ankara.

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