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Der Bestand "Mechanica" der Kurfürstlichen / Königlichen Bibliothek Dresden von 1556 bis 1918. Eine kulturgeschichtliche Studie der Erwerbungswege und Motivationen

Berliner Arbeiten zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Bd. 21

Konstantin Hermann
ISBN 978-3-8325-1632-1
371 Seiten, Erscheinungsjahr: 2008
Preis: 48.00 EUR

Stichworte/keywords: Bestand Mechanica , Bibliothek Dresden , Erwerbungsweg , ,

Rezension

"Hermann leistet mit seiner Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Kulturgeschichte der heutigen Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, in der die Erforschung der Bibliotheksgeschichte eine große Geschichte besitzt." Dieter Schmidmaier in: Marginalien 192 (2008/4) S. 106 f.

Inhalt

Bibliotheken stehen in vielfältigen Beziehungen zu ihren Nutzern. Diese Verbindungen waren bis in das 19. Jahrhundert hinein wesentlich persönlich bestimmt. Erst die entstehende wissenschaftliche Gebrauchsbibliothek ließ diese Beziehungen zwischen Bibliothekar und Leser angesichts stark steigender Benutzerzahlen unbedeutender werden. Im 18. und 19. Jahrhundert waren diese "gelehrten Bekanntschaften" wichtige Grundlagen für Erwerbungsentscheidungen. Vor allem Geschenke und Buchankäufe von Privatpersonen spiegeln das wider.

Exemplarisch wurde dies für ein komplettes Fach kulturgeschichtlich untersucht: für den Bestand Mechanica der ehemaligen Königlichen Bibliothek in Dresden. Aufgrund einer trotz der geringen Bedeutung des Fachs umfassenden Erwerbungspolitik verfügt deshalb die heutige Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden über einen hervorragenden technikgeschichtlichen Bestand. Erstmals wurden für ein Fach einer Bibliothek sämtliche Erwerbungswege über mehrere Jahrhunderte nachgezeichnet. Sie geben reiche Auskunft darüber, wie Freundschaften, familiäre Bindungen u.a. prägenden Einfluß auf die Erwerbungspolitik besaßen. Geschenke und Privatverkäufe verdeutlichen dabei ihren Wert: nicht nur das Buch als solches stand als Objekt bei diesen Erwerbungswegen im Vordergrund, sondern auch die Beziehungen zwischen Bibliothekar und gelehrter Welt. Auch heute sind Geschenke oft noch Ausdruck starker Bindung des Kunden an die Bibliothek, die nicht zu gering geschätzt werden sollte.

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