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Die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg. Geschichte und Persönlichkeiten der Bibliothek Warburg mit Berücksichtigung der Bibliothekslandschaft und der Stadtsituation der Freien und Hansestadt Hamburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Berliner Arbeiten zur Bibliothekswissenschaft, Bd. 11

Hans-Michael Schäfer
ISBN 978-3-8325-0074-0
428 Seiten, Erscheinungsjahr: 2003
2., durchgesehene Auflage 2005
Preis: 49.00 EUR

Stichworte/keywords: Bibliotheksgeschichte, Hamburg, 1900 - Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg, Bing, Gertrud, Warburg, Aby, Saxl, Fritz

Rezensionen:

"Indem er die Bibliothek Warburg als 'Schloss, in dem sich Schicksale kreuzen' beschreibt, ist Hans Michael Schäfer ein interessantes und weitgehend nicht redundantes Buch gelungen." Erschienen in "Süddeutsche Zeitung, 2.Juli 2004, S. 16

"Zwei Vorzüge der vorliegenden Untersuchung, ...., verdienen Hervorhebung. Zum einen leistet Schäfer überzeugend die typologische Bestimmung der Bibliothek Warburg als Forschungsbibliothek in Abgrenzung vom Typus der Spezialbibliothek, die sich auf ein eng umrissenes Sammelgebiet beschränkt und meist auf die Interessen einer übergeordneten Institution ausgerichtet ist.", Björn Biester in: IASL-online

"Das alles ist überzeugend dargestellt, und so ist die Dissertation eine große Bereicherung der bibliotheks- und wissenschaftshistorischen Literatur des 20.Jahrhunderts." , Prof. Dr. Dieter Schmidtmaier für B.I.T.-online

Zum Inhalt:

Aby Moritz Warburg, 1866-1929, Kunsthistoriker und Begründer der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg in Hamburg, war zeitlebens ein passionierter Büchersammler. Als Sohn der jüdischen Bankiersfamilie Warburg hatte er den finanziellen Hintergrund, um sich als Privatgelehrter seinen Forschungen zu widmen.

Vom privaten Handapparat eines Studenten entwickelte Aby Warburg seine Büchersammlung zu einer Bibliothek mit über 60.000 Bänden, die nach der Universitätsgründung in Hamburg im Jahr 1919 dieser institutionell lose angegliedert war, bis die Bibliothek im Dezember 1933 vor dem Zugriff der Nationalsozialisten nach England gerettet werden konnte. Neben dem Forschungsschwerpunkt zum Nachleben der Antike und der interdisziplinären Ausrichtung des Bestands sind die zahlreichen Persönlichkeiten an der Bibliothek kennzeichnend, deren Verdienst um die Entwicklung der Bibliothek Warburg bisher wenig beachtet worden ist.

Wesentliche Aspekte der Entwicklungsgeschichte der Bibliothek Warburg werden dargestellt, wobei die Biographien der wichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter chronologisch eingebunden sind. Diese Arbeit hat das Ziel, die Bibliothek Warburg in ihr zeitgeschichtliches, städtisches und bibliothekarisches Umfeld zu stellen. Nicht zuletzt ermöglichten die zahlreichen Verbindungen Aby Warburgs die erfolgreiche Einbindung der Bibliothek in die wissenschaftlichen Kreise weit über die Hansestadt hinaus.

Typologisch den Forschungsbibliotheken zuzuordnen, kann die Bibliothek Warburg, trotz bibliotheksorganisatorischer Mängel, für diesen Typus auch heute noch als vorbildlich gelten. Außerhalb der gängigen Strukturen des Bibliothekswesens vermochte sie es, ihren Forschungsgedanken und ihre Arbeitsergebnisse an die unterschiedlichsten Wissenschaftler und Disziplinen heranzutragen. Darüber hinaus konnten zahlreiche Wissenschaftler auch auf ihrem beruflichen Weg tatkräftig unterstützt werden.

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